Mittwoch, 8. Januar 2014

Zum Neuen Jahr ein goldener Tempel in Kurnool

31.12.2013, 20Uhr, Tempel von Sri Balasai Baba in Kurnool

Noch am Morgen zeigt der Tempelinnenraum die Farben der vergangenen Jahre: rosa, weiß und hellblau - zum Abenddarshan ist alles ganz anders: frisch gestrichene weiße Wände, auf der Bühne strahlen die Säulen, die Bögen, die beiden Schwäne in warmem Gold, hinter dem Thron leuchtet weiß-golden das Yantra.

Balasai Baba kommt in rosa-bläulich changierender Robe. Es dauert nicht lange, bis Täng, die alte Ashram-Hündin (ungebadet) vor den Stufen steht und Baba anschaut. Erst als Baba ihr zunickt und winkt, müht sie sich die Stufen hoch und läßt sich zu Seinen Füßen nieder. Seit Beginn ihres Ashramlebens (sie kam als junger Hund in den Ashram und hat die ganzen Jahre ihres etwa 13-jährigen Lebens hier verbracht) nutzt Täng Tag und Nacht jede Gelegenheit, um in Babas nächster Nähe zu sein. Er ist das lebende Beispiel für das Wortspiel, das Baba oft verwendet: GOD = DOG!(Rückwärts gelesen - Ich bin mein Geschöpf, mein Geschöpf ist Ich!

Der Tempel ist voll wie selten von verschleierten Musliminnen, die sicher Baba ihre Dankbarkeit erweisen wollen, weil sie in der Nähstube, die Baba vor den Toren des Ashrams eingerichtet hat, die Möglichkeit haben, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Beim Neujahrs-Segen winkt Baba allen lange und herzlich zu.

                                           OM SRI BALASAI RAM

Donnerstag, 5. Dezember 2013

"Seid auf dem spirituellen Weg immer optimistisch!"

4.12.2013, 20 Uhr, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Balasai Baba ist am Ende der Bhajans nach dem Segen schon dabei, die Treppe zu Seinen Räumen herunter zu steigen, als Er überraschend umkehrt und einen Devotee auf der Männerseite zu sich winkt. Der versteht erst nach einer Weile, daß er wirklich gemeint ist, denn Baba hatte die Bühne schon verlassen. Zögernd geht er zur Bühne, verneigt sich zu Babas Füssen und überreicht Ihm ein Päckchen. Es ist eine der üblichen Schachteln mit den beliebten Ghee-Sweets, und Baba steckt dem Devotee eines davon in den Mund. Nach einem kurzen Gespräch segnet Er ihn und geht nun endgültig von der Bühne, die Schachtel unter dem Arm.

Es scheint, daß der Devotee heute einen wichtigen persönlichen Grund hatte für seine Geste, aber er konnte kaum hoffen, daß  ihm diese einmalige Gelegenheit gegeben würde, da Balasai Baba  schon seit geraumer Zeit nur noch zu besonderen Anlässen durch die Reihen der Devotees geht und sie persönlich segnet - ein wunderbares Beispiel für Babas Botschaft: " Seid auf dem spirituellen Weg  immer optimistisch!"

                                      OM SRI BALASAI RAM


Montag, 25. November 2013

"Wie zwei Seiten einer Medaille"

-23.11.2013, 20 Uhr, im Tempel von Balasai Baba, Hyderabad

Baba kommt in lichter, lachsfarbener Robe - eine Farbe, die Er nur selten trägt.
Als Er am Ende zum Segen aufsteht, geht ein Ehepaar zur Bühne und überreicht Ihm eine üppige Girlande aus Rosen-und Jasminblüten. Baba nimmt sie entgegen und gibt sie dem Ehepaar gesegnet zurück. Nach einem kurzen Gespräch mit den Beiden wendet Baba sich noch einmal winkend den übrigen zahlreichen Besuchern zu, ehe Er die Bühne herabsteigt.
Was war der Anlass für diese kurze, aber feierliche Szene?
Heute, am 23.11., ist der Geburtstag von Sathya Sai Baba, der am Ostersonntag 2011 hochbetagt den Körper verlassen hat. Balasai Baba hat oft geäußert, daß Er und Sathya Sai Baba wie "zwei Seiten einer Medaille" seien.
In  seiner Ansprache zu Balasai Babas Geburtstag am 14.1.2007 spricht Mr. Rama Rao (Vorsitzender des "Sri- Balasai- Baba- Central-Trustes") von der "Einheit der Sai-Brüder": Shirdi Sai Baba, Sathya Sai Baba und Balasai Baba.
Und Balasai Baba sagt beim gleichen Anlass: " Die Sai-Linie steht dafür, daß die Einheit mit Gott nur über den Dienst am Nächsten erreicht wird!"

                                                OM SRI BALASAI RAM

Mittwoch, 20. November 2013

Karthika-Purnima (November-Vollmond)

17.11.2013, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Der Monat November ist  VISHNU und SHIVA geweiht, die  - obwohl gegensätzlich - einander ergänzen: SHIVA zieht sich meditierend von der Schöpfung zurück, während VISHNU die Schöpfung erhält, in ihr lebt und ihre Freuden erfährt.
Der Vollmondtag dieses Monats wird als besonders glücksverheißend gefeiert: an diesem Tag und den folgenden Wochen sind alle Formen der Verehrung Gottes besonders gesegnet - sei es eine Pilgerreise,ein Gebet, ein göttliches Lied, das Anzünden einer Kerze,das Schmücken eines Altars usw.

Auf und vor der Bühne des Tempels wurden zahllose Öllämpchen vorbereitet, und während der Bhajans gehen alle Devotees nacheinander nach vorne und zünden die Öllämpchen an.
Als alle Lampen brennen, auch vor Papaya-Ganesha, kommt Balasai Baba - Seine feuerrote Robe erglänzt im Widerschein der vielen Lichter.
Nach dem Segen wartet ein scharfes und süßes Prasad (Opferspeise) auf die Besucher.

                                       OM SRI BALASAI RAM

Freitag, 15. November 2013

"PAPAYA-GANESHA"

15.11.2013, 20 Uhr, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Im kleinen Garten vom Ashram in Hyderabad trägt ein Papayabaum in diesem Jahr besonders große Früchte. Die weichfleischigen Früchte wachsen eng nebeneinander und und haben kaum Platz, um sich auszudehnen. So kann es vorkommen, daß eine Frucht nicht regelmäßig wächst, sondern sich an einer Stelle besonders verdickt.
Heute Abend steht ein außergewöhnlicher kleiner Altar auf der Bühne, mit weißen Blüten und Öllämpchen geschmückt: In einer Papaya mit einer auffallenden, kräftigen, rüsselförmigen Verdickung an einer Seite wurde GANESHA entdeckt - zwei Augen, rechts und links in die weiche gelbe Schale geschnitten, helfen der Phantasie, das Gesicht des beliebten Elefantengottes zu erkennen.
Alle Formen der Schöpfung sind göttlich - hier ist man überzeugt, daß gerade in "Anomalien" das Wirken Gottes besonders deutlich wird - zumal diese Papaya aus dem göttlichen Garten stammt.

Heute Abend überläßt Balasai Baba es "Papaya-Ganesha", den Devotees Seinen Segen zu geben.

                                     OM SRI BALASAI RAM

Mittwoch, 13. November 2013

Hingabe

9.11.2013, 20 Uhr, im Tempel von Sri Balasai Baba in Hyderabad

Statt wie gewöhnlich direkt nach dem "Haarathi" die Bühne segnend zu verlassen, tritt Balasai Baba überraschend an den Bühnenrand und winkt eine alte Dame zu sich, die seit Jahren regelmäßig die Abendbhajans besucht.
Baba schiebt die Ärmel Seiner sonnengelben Robe zurück, der rechte Arm kreist - Er materialisiert ein silbernes Balasai-Baba-Portrait an einer Halskette.
Bewegt nimmt die alte Dame unter dem Beifall der Besucher den "sichtbaren Segen" entgegen.
Baba spricht noch eine Weile mit ihr, ehe Er ihr zum Abschied segnend die Hand auf den Kopf legt.

                                      Om SRI BALASAI RAM

Donnerstag, 7. November 2013

DIWALI - Feuer

3.11.2013, 20 Uhr im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Jährlich wird Ende Oktober/ Anfang November  in ganz Indien das große Lichterfest DIWALI gefeiert - in diesen Tagen gleiten Millionen von Öllämpchen die Flüsse hinunter, explodieren ohrenbetäubende Kracher in den Straßen und leuchten bunte Feuerwerksraketen am Himmel auf.

Das alles verzehrende Feuer ist das Element von "KALI", dem höchsten zerstörerischen weiblichen Aspekt von "SHIVA". KALI, schwarz und blutdürstend, mit einer Kette von menschlichen Schädeln um den Hals, nimmt das Leben in sich auf, um es zu transformieren.

Auf der Bühne im Tempel von Balasai Baba steht das girlandengeschmückte Bild Seiner Mutter, deren Todestag vor 16 Jahren wie jedes Jahr heute erinnert und gefeiert wird. Nicht nur vor Ihrem Bild, auch am ganzen Bühnenrand flackern die Öllämpchen.

Balasai Baba kommt in gelber Robe.

Schon vor dem "HAARATHI" verteilen jugendliche Devotees Feuerwerkskörper auf der freien Fläche zwischen der Bühne und den Sitzplätzen und ein ohrenbetäubender Lärm, noch verstärkt durch den Hall des Tempels beginnt: wirbelnde Kracher zischen am Boden, Feuer-Springbrunnen spritzen bis zur Tempeldecke...Noch ehe die Rauchschwaden sich verzogen haben, verläßt Balasai Baba winkend und segnend die Bühne.

                              OM SRI BALASAI RAM