Freitag, 6. Juni 2014

Botschaften-Darshan

5.6.2014, 2o Uhr im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Heute ist Donnerstag, "Guru-Tag". Der Tempel ist gut besetzt. Baba kommt in lachsfarbener Robe.
Erstmals seit längerer Zeit steigt Baba die Stufen der Bühne herab und geht durch die Reihen auf der Männer-und Frauenseite. Er verteilt Vibhuti und erfüllt geduldig und humorvoll alle Gesprächswünsche und gibt Ratschläge zu allen Anliegen.

Währenddessen gibt Mm. A. aus Hyderabad einige Botschaften:

-"Wenn wir Gott haben, besitzen wir alles, mehr geht nicht!
Dazu will ich aus der `Mahabharata`eine kleine Geschichte erzählen: Krishna kann den Krieg zwischen den verfeindeten Familien, den Kauravas und den Pandavas nicht mehr verhindern. Er fragt die Anführer der beiden Seiten, wen sie zur Unterstützung im Kampf wählen wollen: eine riesige Armee oder Ihn - Krishna - selbst. Duryodhana, der Anführer der Kauvaras, wählt die riesige Armee, Arjuna, der Anführer der Pandavas wählt Krishna, weil er weiß: Gott kann durch keine Macht übertroffen werden. Trotz der zahlenmäßig überlegenen Armee werden die Kauravas besiegt.

- "Von anderen Avataren der Vergangenheit haben wir nur Bilder oder kennen einige Geschichten über sie. Hier haben wir Baba vor uns als den lebendigen Gott! Wie glücklich können wir uns schätzen, daß wir in der Zeit leben, in der ein Avatar auf der Erde lebt und daß wir so nah bei Ihm sein dürfen!"

- "Wir denken immer nur an unser` I ` (=ich) - ich denke, ich spreche, ich mache usw. Lasst uns nur zwei Buchstaben davor setzen: s und a = Sai , und anstatt zu sagen: "I am with Sai", sollten wir besser sagen: "Sai is with us!" (= Sai ist mit uns!)

- "Baba empfiehlt uns, Ihm den ganzen Tag zu geben - nicht durch lange Rituale, Gebete oder schwierige Übungen. Er erwartet nicht viel: Wenn wir morgens und abends nur fünf Minuten an Ihn denken, ist Er 24 Stunden bei uns!"

Danach nimmt sich Baba noch fast eine Stunde Zeit, ehe Er den Schlußsegen gibt.

                                                           OM SRI BALASAI RAM

Montag, 2. Juni 2014

Kulturelles Programm der "Balasai Baba Jugend Vereinigung"

25.5.2014

An diesem Wochenende lebt der in der heißen Zeit nicht überfüllte Ashram in Hyderabad wieder auf: Devotees aus Chennai veranstalten zu Ehren von Balasai Baba  am Sonntag ein kulturelles Abendprogramm - ein besonderes Programm, weil es von den Jugendlichen Devotees aus Chennai und Hyderabad bestritten wird. Die Moderatorin spricht von der "kleinen Armee Balasai Babas", die auch in Zukunft bei den Seva-Aktivitäten des Ashrams tatkräftig mitwirken wird.
Eine junge Tänzerin aus Chennai zeigt zwei Shiva-Tänze, die die vollkommene Körperbeherrschung selbst der kleinsten Gesten und die Ausdruckssymbolik des indischen klassischen Tanzes zeigen, der reine Hingabe und Verehrung des Göttlichen ist. Ihre Mitstreiterin aus Hyderabad hat zwei Poptänze gewählt, die kraft und Schnelligkeit erfordern und weltliche Lebensfreude ausdrücken. Den Abschluss bildet ein junger Musiker aus Chennai mit seinem Schlagzeugsolo auf technisch hohem Niveau und immer neuen erstaunlichen Klangfarben. dazwischen wurde von den Künstlern zwischen 10 und 22 Jahren eine "Girlande von Liedern" geflochten: Devotional Songs, Pop-Songs, innige und fetzige Fimmusik, alle Extreme erklangen, die die jungen  Menschen diesesAlters bewegen.Speziell für die weigereisten Gäste gab Baba wieder einen Pada (Fuss) - Darshan. Jeder durfte an Seinem Thron vorbeigehen und sich einen Mango-Segen abholen.

                                                     OM SRI BALASAI RAM

Donnerstag, 29. Mai 2014

Geburtstags-Segen

22.5.2014 , Abenddarshan im Tempel von Hyderabad

Balasai Baba kommt in hellmagentafarbener Robe zu den abendlichen Bhajans. Nach einigen Minuten winkt Er eine langjährige indische Devotee auf die Bühne, die eine zahlreiche aktive Bhajangruppe in Hyderabad leitet  und deren ganze Familie sich an dem Krankenhaus - Seva beteiligt. Baba spricht eine Weile mit ihr, bevor Seine Hand kreist und ihr einen Goldring materialisiert.
Nachdem Baba die Bühne verlassen har, beglückwünschen die anderen Besucher sie zu dem Gold-Segen an ihrem Geburtstag.

                                                OM SRI BALASAI RAM 

Samstag, 17. Mai 2014

Drei Tage für die "Göttliche Mutter"

9.5.- 11.5.2014, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Die drei Tage um den "Muttertag" im Mai haben schon Tradition: Wieder reisten am Freitag, den 9.5., etwa Hundert Devotees aus Chennai an, mit Koch, Küche, Verpflegung und einem beeindruckenden kulturellen Programm an allen drei Tagen zu Ehren von Balasai Baba, der "Göttlichen Mutter".
Schon in der Nacht zum Freitag regnete es in Strömen. Der Koch hatte seine Küche unter dem großen Kirschenbaum aufgeschlagen und nur eine schnell gespannte Plastikplane verhinderte, daß das köstlich duftende Frühstück ins Regen-Wasser fiel.
Der Leiter der Gruppe, Mr. Kandasamy, war dankbar um den abkühlenden Regen-Segen von Baba. Er hatte den z.T. älteren Devotees vorhergesagt, daß Baba ihnen jegliche Hilfe auf der anstrengenden Reise zukommen lassen würde.
Aber auch die indische Sommerhitze (über 42 Grad!) hielt die indischen Devotees nicht von ihren Aktivitäten ab: Im Hof wurde ein schattenspendendes Zelt aufgeschlagen, jeden Morgen malte eine Gruppe Frauen bunte Mandalas am Tempeleingang,, Bühne und Tempel wurden geschmückt, die Teigmaschinen für Dhosas, Wadas und die nachmittäglichen Snacks rotierten rund um die Uhr, die jugendlichen Künstler übten ihre Programme und die lebhaften, aber disziplinierten Kinder halfen, Hunderte von Luftballons aufzublasen, die, kunstvoll spiralförmig zusammengebunden, hinter Babas Thron und am Tempeleingang seit Jahren das dekorative Markenzeichen dieses Festes sind.

Seit dem Jahre 2000 motiviert die Familie um Mr. Kandasamy mit Balasai Babas Segen eine zahlreiche Gruppe von Devotees aus Chennai zu einzigartigen, regelmäßigen Seva-Programmen: - für Krebspatienten, kranke Kinder, Jugendliche ohne Schulabschluss, alte Menschen, die unterversorgte ländliche Bevölkerung,
für ehewillige Paare, die aber Schwierigkeiten mit der indischen Tradition haben, für alle, die in Not sind. Jedesmal berichtet Mr. Kandasamy von erstaunlichen Heilungen, rettenden Berufschancen und unerwarteten Fügungen.
Eine Gruppe von Jugendlichen bestreitet das kulturelle Abendprogramm dieser drei Tage: ob klassischer indischer Tanz, Pop-Tanz oder Tanz-Akrobatik - alle Bewegungsformen liegen den Darstellern "im Blut" und werden professionell und unbefangen dargestellt.
Aus dem Rahmen fiel eine Gruppe von jungen Männern, die, schlicht kostümiert und weiß geschminkt, nur mit einem Geräuschhintergrund ohne Worte, pantomimisch reduziert und unaufdringlich, Themen zur "Körpersprache" brachte, die in Indien "heiße Eisen" sind: die sinnlosen Rituale des Militäts, Gewalt gegen Frauen, die Diktatur der mobilen Telefone, die Strom- und Wasserknappheit, der Raubbau an der Natur - ohne Worte, aber verständlich in einem Land, in dem viele Menschen sich sprachlich nicht miteinander verständigen können (in Indien werden 6oo Sprachen gesprochen).
Mit ihrer großartigen Gesangsdarbietung von klassischen europäischen Opernarien eroberte sich Eliana, eine Devotee aus Deutschland, eine begeisterte indische Fan-Gemeinde.
Nachdem Baba lange mit den jungen Künstern gesprochen hatte und ihnen Vibhuti verteilte, durften alle Besucher sich einzeln Babas Segen zusammen mit einer Mango aus Seiner Hand abholen.
Es wurde fast Mitternacht, bis alle Gesprächswünsche erfüllt waren - Balasai Baba, die Göttliche Mutter, die unentwegt gibt...

                                                 OM SRI BALASAI RAM



Dienstag, 15. April 2014

Einladung zum "Satsang": "Jetzt ist es Zeit, sich Gott zuzuwenden!"

 15.4.2014

In den Tagen vor Seinem 54. Geburtstag überraschte Balasai Baba während eines Singabends mit der Aussage, die Er wie nebenbei halblaut zu einer Devotee machte: "Jetzt ist es Zeit, sich Gott zuzuwenden!"

Die meisten Besucher kommen zu Balasai Baba mit dem Bewußtsein, daß Er eine göttliche Inkarnation ist,  wenden sich Ihm mit ihrer ganzen Hingabe und Verehrung zu und realisieren nach Kräften Seine Botschaften und Anweisungen im täglichen Leben.

Was bedeutet dann die Aussage Babas? Auf was möchte Er hinweisen?

Welchem Gott soll die Zuwendung gelten - dem Gott in der Form, dem formlosen Gott, dem Gott, der sich in allem Erschaffenen offenbart, der eigenen inneren Göttlichkeit, die eigene innere Göttlickeit zu leben,  oder einem ganz anderen Gott?

Ein Austausch dieser jeweiligen Gedanken und inneren Erfahrungen könnte anregend und hilfreich sein und der allgemeinen spirituellen Vertiefung und Bewußtwerdung dienen.
Als "Gesprächsplattform" bietet sich die "Balasai News" an - hier würden die eingesandten Zuschriften gesammelt und veröffentlicht.

Wer sich zu diesem besonderen "Satsang" (= Gespräch über Gott) eingeladen fühlt, wende sich bitte per Mail oder Brief an:
                                     BALASAI BABA e.V.
                                      Wolfgang Bock und Christine Glass
                                      Postfach1262
                                      85312 Freising
                                      E_Mail: balasaibaba@gmx.de

                                        OM SRI BALASAI RAM
                                       



Montag, 14. April 2014

Rama - die erste Inkarnation auf der Erde

8.4.2014, 20 Uhr, Balasai Baba -Tempel in Hyderabad

Jährlich wird Anfang April in allen Tempeln Indiens das Andenken des Avatars "Rama" gefeiert.
Im "Ramayana", dem volkstümlichsten Epos Indiens, in dem die Geschichte Ramas erzählt wird, sind die Ideale des Hinduismus und die Weisheiten der Upanishaden in verständlicher Form niedergeschrieben. Sie prägen bis heute das Selbstverständnis des einzelnen Inders und des indischen Staates.

Die Bühne des Tempels  in Hyderabad ist mit Girlanden geschmückt. Vor den Figuren von Rama, seiner Gattin Sita und seinem Bruder Lakshmana kniet der in der Ikonographie als Affe dargestellte "Hanuman", der Sita aus der Gefangenschaft bei dem Dämonen Ravana in Sri Lanka befreite. Bis heute wird Hanuman in ganz Indien als das Ideal eines Devotee verehrt. Öllämpchen beleuchten die kleine Szene.
Die Bhajans beginnen schon am Nachmittag. Vier Stunden werden ausschließlich Rama-Bhajans gesungen. Kurz vor 20 Uhr kommt Balasai Baba in gelber Robe und segnet die zahlreichen Menschen an diesem für sie besonders wichtigen Tag.

Später, während des Singabends, erwähnt Baba die Jahreszahl 14.000 vor unserer Zeitr., wo "Rama als erste göttliche Inkarnation in Menschengestalt auf der Erde gelebt hat - vor ihm gab es niemanden."

                                                     OM SRI BALASAI RAM 

Mittwoch, 9. April 2014

Sommerabendrunde mit Balasai Baba in Kurnool

4.4.2014, 22 Uhr, im Tempelhof des Ashrams in Kurnool

Es ist Anfang April, die Temperaturen sind schon auf 40 Grad Celsius geklettert, auch im Schatten des Gartens ist ein Aufenthalt tagsüber zu heiß.
So oft es Ihm möglich ist, kommt Balasai Baba abends zur Runde mit den Ashrambewohnern und ausländischen Devotees. Jeder atmet von der Hitze des Tages auf und genießt die - relative - Kühle im lauen Wind.
Baba kommt im orange-farbenen Dhoti, die Robe locker um den Hals geschlungen.
Nur die kleinen Birnen brennen unter dem Tempelpodest, der helle Strahler bleibt ausgeschaltet, aber die Augen gewöhnen sich schnell an das angenehme Halb-Dunkel.
Die alte Hündin Täng sitzt schon eine Weile vor Babas Stuhl und legt sich erst entspannt hin, nachdem Baba Platz genommen hat und uns in der Ferne Wartenden  gewunken hat, näher zu kommen.
Nach und nach kommen die Ashrambewohner, drei Kleinkinder und drei Katzen vervollständigen das Familienbild.
Nachdem der junge Ashrammanager einige organisatorische Fragen mit Baba geklärt hat, begrüßt und segnet Baba eine neu angekommene Besucherin und prostet dann allen mit dem unterdessen eingeschenkten Tee zu.
Töpfe mit Essbarem werden herbeigetragen und Tüten aus Zeitungspapier gerollt, mit  frischem Puffreis und scharfen Snacks gefüllt und verteilt. Für eine Weile verstummen die leisen Gespräche, jeder ist damit beschäftigt, die Körner ohne größeren Verluste aus der Tüte zu fischen.
Die Tiere wissen, daß Baba Seine Tüte mit ihnen teilt und umschleichen erwartungsvoll den Stuhl. Täng bekommt seine Portion Tee in einer Untertasse.
Im Halbdunkel erscheint Baba als geheimnisvolle Göttin aus der indischen Mythologie: Die orange-leuchtende weichfallende Kleidung lässt die runden Formen von Armen und Brust dunkler als nomal erscheinen, aus dem unerschöpflichen Füllhorn (sprich: Papiertüte) verteilt Sie Nahrung an Ihre Kreatur, winkt einem Devotee, der beglückt Ihren Tee trinken darf.
Den Katzen wird es bald langweilig, sie sind an einer Grille, die sich in den Kreis verirrt hat, mehr interessiert. Ein "Beutetanz" mit eleganten Sprüngen und Pirouetten um das scheinbar schwerfällige Insekt beginnt, aber jedesmal, wenn es scheint, daß die Grille fest in den Klauen der kleinen Raubtiere ist, entkommt sie mit einem überraschenden Sprung. Das Tempo der Jagd steigert sich, die Katzen reagieren lautlos und blitzschnell, aber gerade in dem Moment, als man es schon knacken hört, hebt sich die Grille in die Luft, dreht triumphierend einige Kurven um die Köpfe der verdutzten Katzen und verschwindet über das Tempelpodest in die Dunkelheit.
Das bleibt das einzige Drama an diesem für uns ruhigen, göttlich-familiären Abend.
Für Balasai Baba ist es wie immer harte Arbeit. Jedem schenkt Er Seine Beachtung, jeden Augenblick nutzt Er zum Kontakt mit den Anwesenden, nur ein paar Momente gönnt Er sich selbst, wenn Er  einem Lied im Radio zuhört.
Nach einem dreistündigen Darshan, gegen Mitternacht, steht Baba auf (nicht ohne vorher unser "Einverständnis" eingeholt zu haben) und das abendliche Abschiedsritual beginnt. Im Vorbeigehen wendet Er sich noch einmal besonders den Ashrambewohnern zu, wechselt mit Jedem persönliche Worte, schaukelt eines der Kleinkinder auf dem Arm, schlendert zur Treppe, macht hier einen Witz, stellt dort eine Frage, hält auf jeder Stufe inne, nennt zurückschauend noch einmal alle Namen, bevor Er, in der Tür stehemd, den "Gute-Nacht-Segen" gibt. Während die Tür langsam geschlossen wird, ist bis zur letzten Sekunde Seine winkende Hand sichtbar...Täng, die alte Hündin, wird die ganze Nacht vor der Tür liegen bleiben.
Am nächsten Tag fährt Baba überraschend nach Hyderabad, (wo schon neue Besucher warten), nicht ohne eine ausführliche Abschiedsrunde vor dem Auto im Kreise der Familie in praller Sonne...

                                                     OM SRI BALASAI RAM