Donnerstag, 31. Juli 2014

Prasadam (gesegnete Opferspeise) zu Ramadan im Tempel von Kurnool

29.7.2014

Für die muslimische Gemeinschaft ist heute am Neumondtag  in ganz Indien ein wichtiger Feiertag: die Fastenzeit (Ramadan) ist beendet.
Balasai Baba kommt in gelber Robe zum Abenddarshan und bleibt nach dem letzten OM zu aller Erstaunen sitzen.
Madam Gauri, die Principal der "Free-School" kündigt an, dass Baba zu Ehren der muslimischen Kinder und Eltern, die, wie fast jeden Abend besonders stark im Tempel vertreten sind, ein besonderes Festtagsprasadam hat vorbereiten lassen: eine süsse Milchsuppe mit feinen Nudeln, gewürzt mit Nüssen und Kardamom.
Vor der Bühne wird die Suppe in Becher gefüllt und von den Kindern an jeden Besucher verteilt. Erst als alle versorgt sind, steht Baba auf und hebt die Hand zum Segen. Gemeinsam genießen alle die warme süsse Speise, die bei dem feucht-kühlen Monsunwetter angenehm wärmt.
Es ist durchaus nicht unüblich in Indien, dass die hinduistischen bzw. muslimischen Festtage von beiden Religionsgemeinschaften gemeinsam gefeiert werden als Zeichen des Respekts und der Toleranz, aber ein solches Prasadam im Tempel in der Anwesenheit Balasai Babas gab es heute zum ersten Mal!

                                                  OM SRI BALASAI RAM

Freitag, 25. Juli 2014

Guru - Purnima 2014: Balasai Baba - Guru und Gott

2.7.2014, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Der höchste Vollmond des Sommers - gewöhnlich im Juli - ist in ganz Indien traditionell dem "Guru" gewidmet.
Als "Guru", als "Führer aus der Dunkelheit" werden diejenigen Personen bezeichnet, die von Geburt an dem Menschen z.B. als Eltern, Lehrer in Schule und Ausbildung und schließlich im Erwachsenenalter als "spiritueller Meister" den Weg von der "Unwissenheit zur Wahrheit" weisen. Man begegnet ihnen mit Respekt und Dankbarkeit. Das Konzept des "Guru" ist tief im sozialen indischen Leben verankert.
Balasai Baba: "In Baba habt ihr das Glück, dem Guru und dem Gott in ein und derselben Form zu begegnen. Zu den Zeiten der Belehrung seht mich als euren Guru, zu den Zeiten der Meditation als euren Gott!"

Schon in de Nacht zum 12.Juli wurde der Tempel in Hyderbad über und über mit gelben und orangefarbenen Marygoldgirlanden (Tagetes) und duftenden Rosen- und Jasmingirlanden geschmückt.
Noch während der Dunkelheit um 5 Uhr 30 versaammeln sich die ersten Devotees im Tempel, um das Morgengebet, die "Nama-Mala", und das "Mula-Mantram" von Balasai Baba zu sprechen und dem "Haarathi"beizuwohnen.
Nach den Morgenbhajans ist der Tempel voll mit Devotees aus Hyderabad und Chennai und zahlreichen Besuchern aus Deutschland und Österreich.
Den Höhepunkt des Vormittags bildet die "Paduka-Blumen-Puja". Für jeden Teilnehmer steht schon ein Teller mit den "Zutaten" bereit: winzige Padukas aus Metall als Symbole für die göttlichen Füsse, die traditionell durch Berühren verehrt werden, ein Foto von Baba, Räucherstäbchen, Wasser, Kampfer und ein Haufen Blumen. Jeder kann so das Ritual, dass die Priester auf der Bühne zelebrieren, für sich "im Kleinen" nachvollziehen. Bei jedem der göttlichen Namen werden Babas Bild und Füsse mit Blumen bestreut, so dass am Schluss der Teller hoch mit Blumen bedeckt ist.
Gegen Ende kommt Balasai Baba selbst - man hat Ihm einen Blütenblätterweg bis zum Thron gestreut - und Er segnet alle Anwesenden. Jeder trägt seinen Teller zur Bühne, wo alle geopferten Blumen zu einem beachtlichen Blumenberg zusammengeschüttet werden.
Das zweistündige Ritual erforderte Konzentration und Kraft, aber auf dem Prasad-Tisch stehen schon die Töpfe, aus denen es würzig duftet, zur Stärkung bereit.

Nach den zweistündigen Abendbhajans ist der Tempel  bis auf den letzten Platz besetzt,
weil auch viele Nicht-Devotees sich den traditionellen Guru - Purnima - Segen holen wollen.
Balasai Baba verschenkt in diesem Jahr wieder einen besonderen Segen: Jeder darf an seinem Thron vorbeigehen und die göttlichen Füsse selbst berühren. Für jeden Inder ist das ein besonders glücksverheißender Segen, denn die göttlichen Füsse sind der Ort, wo er die Last seines Karmas der Gottheit übergeben kann.
Hunderte von Menschen warten geduldig in einer langen Schlange. Für Balasai Baba beginnt jetzt der anstrengendste Teil des Tages. Jedem wendet Er sich mit Geduld und Liebe zu, hört alle Anliegen an, nimmt sich für jeden die Zeit, die er braucht und jeder bekommt zusätzlich eine Frucht oder eine Süßigkeit als sichtbaren Segen. Bis zum letzten Devotee bleibt Baba gleichbleibend liebevoll, scherzend, zuhörend und zugewandt, bis alle Wünsche erfüllt sind. Es ist weit nach 23 Uhr, als sich die Schlange schließlich aufgelöst hat, aber eine zahlreiche Menge säumt noch vor der Bühne den Weg zu Seinen Räumen. Baba zeigt keine Anzeichen von Müdigkeit, entspannt lacht und scherzt Er weiter auf tamil, englisch oder telugu bis sich nach geraumer Zeit die Tür hinter Ihm schließt.
                 
                                               OM SRI BALASAI RAM 

Freitag, 13. Juni 2014

Dämmer-Darshan

12.6.2014, 20Uhr im Tempel von Hyderabad

Gerade sitzt Balasai Baba bei den abendlichen Bhajans auf Seinem Thron, hüllt einer der häufigen Sromausfälle der heißen Zeit die Umgebung in Dunkelheit. Im Tempel hat man Vorsorge getroffen: vier Notlampen beleuchten schwach den großen Raum.
Niemand kann sich erinnern, daß Baba je bei Stromausfall Darshan gegeben hätte, geschweige denn, durch die Reihen gegangen wäre.
Aber schon gestern hatte Baba diese "Regel" durchbrochen Der Strom war schon etwa fünf Minuten ausgefallen, als Baba zu aller Überraschung und Freude auf die Bühne kam.
Heute steigt Er in dunkelroter Robe im Dämmerlicht die Treppen herunter, verteilt Vibhuti, Lachen Trost und Liebe. Eine neue Besucherin, bepackt mit Tüten, Schachteln und einer Jasmin-Girlande, steht auf und will alles Baba offerieren, der gibt ihr Vibhuti, sagt ein paar freundliche Worte und geht weiter. Sie folgt Ihm mit allem Gepäck, aber Baba wendet sich den nächsten zu. Sichtlich enttäuscht geht sie zu ihrem Platz.
Schließlich am Ende der Männerreihe unterhält sich Baba angeregt mit zwei Männern, offensichtlich Mitglieder derselben Familie, denn jetzt winkt Baba die Frau und ihre Begleiterin dazu. Endlich kann sie alle Opfergaben loswerden und sie strahlt.
Wie immer bringt Balasai Baba die Menschen zuerst zum Lachen, um ihnen die Scheu und Förmlichkeit zu nehmen, dann werden sie gefüttert mit süßen Kugeln aus einer der Schachteln. Wie Kinder kauen alle mit vollen Backen. Den Rest zerbröselt Baba und lässt die Schachtel zum Prasad-Tisch bringen, so haben später alle den Genuss.
Bis zum Schlußsegen schenkt Baba vor allem dieser Familie Seine ganze Aufmerksamkeit und hat - hoffentlich - neue Devotees gewonnen. Mehr Zuwendung kann nicht gegeben werden.

                                                           OM SRI BALASAI RAM

Freitag, 6. Juni 2014

Botschaften-Darshan

5.6.2014, 2o Uhr im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Heute ist Donnerstag, "Guru-Tag". Der Tempel ist gut besetzt. Baba kommt in lachsfarbener Robe.
Erstmals seit längerer Zeit steigt Baba die Stufen der Bühne herab und geht durch die Reihen auf der Männer-und Frauenseite. Er verteilt Vibhuti und erfüllt geduldig und humorvoll alle Gesprächswünsche und gibt Ratschläge zu allen Anliegen.

Währenddessen gibt Mm. A. aus Hyderabad einige Botschaften:

-"Wenn wir Gott haben, besitzen wir alles, mehr geht nicht!
Dazu will ich aus der `Mahabharata`eine kleine Geschichte erzählen: Krishna kann den Krieg zwischen den verfeindeten Familien, den Kauravas und den Pandavas nicht mehr verhindern. Er fragt die Anführer der beiden Seiten, wen sie zur Unterstützung im Kampf wählen wollen: eine riesige Armee oder Ihn - Krishna - selbst. Duryodhana, der Anführer der Kauvaras, wählt die riesige Armee, Arjuna, der Anführer der Pandavas wählt Krishna, weil er weiß: Gott kann durch keine Macht übertroffen werden. Trotz der zahlenmäßig überlegenen Armee werden die Kauravas besiegt.

- "Von anderen Avataren der Vergangenheit haben wir nur Bilder oder kennen einige Geschichten über sie. Hier haben wir Baba vor uns als den lebendigen Gott! Wie glücklich können wir uns schätzen, daß wir in der Zeit leben, in der ein Avatar auf der Erde lebt und daß wir so nah bei Ihm sein dürfen!"

- "Wir denken immer nur an unser` I ` (=ich) - ich denke, ich spreche, ich mache usw. Lasst uns nur zwei Buchstaben davor setzen: s und a = Sai , und anstatt zu sagen: "I am with Sai", sollten wir besser sagen: "Sai is with us!" (= Sai ist mit uns!)

- "Baba empfiehlt uns, Ihm den ganzen Tag zu geben - nicht durch lange Rituale, Gebete oder schwierige Übungen. Er erwartet nicht viel: Wenn wir morgens und abends nur fünf Minuten an Ihn denken, ist Er 24 Stunden bei uns!"

Danach nimmt sich Baba noch fast eine Stunde Zeit, ehe Er den Schlußsegen gibt.

                                                           OM SRI BALASAI RAM

Montag, 2. Juni 2014

Kulturelles Programm der "Balasai Baba Jugend Vereinigung"

25.5.2014

An diesem Wochenende lebt der in der heißen Zeit nicht überfüllte Ashram in Hyderabad wieder auf: Devotees aus Chennai veranstalten zu Ehren von Balasai Baba  am Sonntag ein kulturelles Abendprogramm - ein besonderes Programm, weil es von den Jugendlichen Devotees aus Chennai und Hyderabad bestritten wird. Die Moderatorin spricht von der "kleinen Armee Balasai Babas", die auch in Zukunft bei den Seva-Aktivitäten des Ashrams tatkräftig mitwirken wird.
Eine junge Tänzerin aus Chennai zeigt zwei Shiva-Tänze, die die vollkommene Körperbeherrschung selbst der kleinsten Gesten und die Ausdruckssymbolik des indischen klassischen Tanzes zeigen, der reine Hingabe und Verehrung des Göttlichen ist. Ihre Mitstreiterin aus Hyderabad hat zwei Poptänze gewählt, die kraft und Schnelligkeit erfordern und weltliche Lebensfreude ausdrücken. Den Abschluss bildet ein junger Musiker aus Chennai mit seinem Schlagzeugsolo auf technisch hohem Niveau und immer neuen erstaunlichen Klangfarben. dazwischen wurde von den Künstlern zwischen 10 und 22 Jahren eine "Girlande von Liedern" geflochten: Devotional Songs, Pop-Songs, innige und fetzige Fimmusik, alle Extreme erklangen, die die jungen  Menschen diesesAlters bewegen.Speziell für die weigereisten Gäste gab Baba wieder einen Pada (Fuss) - Darshan. Jeder durfte an Seinem Thron vorbeigehen und sich einen Mango-Segen abholen.

                                                     OM SRI BALASAI RAM

Donnerstag, 29. Mai 2014

Geburtstags-Segen

22.5.2014 , Abenddarshan im Tempel von Hyderabad

Balasai Baba kommt in hellmagentafarbener Robe zu den abendlichen Bhajans. Nach einigen Minuten winkt Er eine langjährige indische Devotee auf die Bühne, die eine zahlreiche aktive Bhajangruppe in Hyderabad leitet  und deren ganze Familie sich an dem Krankenhaus - Seva beteiligt. Baba spricht eine Weile mit ihr, bevor Seine Hand kreist und ihr einen Goldring materialisiert.
Nachdem Baba die Bühne verlassen har, beglückwünschen die anderen Besucher sie zu dem Gold-Segen an ihrem Geburtstag.

                                                OM SRI BALASAI RAM 

Samstag, 17. Mai 2014

Drei Tage für die "Göttliche Mutter"

9.5.- 11.5.2014, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Die drei Tage um den "Muttertag" im Mai haben schon Tradition: Wieder reisten am Freitag, den 9.5., etwa Hundert Devotees aus Chennai an, mit Koch, Küche, Verpflegung und einem beeindruckenden kulturellen Programm an allen drei Tagen zu Ehren von Balasai Baba, der "Göttlichen Mutter".
Schon in der Nacht zum Freitag regnete es in Strömen. Der Koch hatte seine Küche unter dem großen Kirschenbaum aufgeschlagen und nur eine schnell gespannte Plastikplane verhinderte, daß das köstlich duftende Frühstück ins Regen-Wasser fiel.
Der Leiter der Gruppe, Mr. Kandasamy, war dankbar um den abkühlenden Regen-Segen von Baba. Er hatte den z.T. älteren Devotees vorhergesagt, daß Baba ihnen jegliche Hilfe auf der anstrengenden Reise zukommen lassen würde.
Aber auch die indische Sommerhitze (über 42 Grad!) hielt die indischen Devotees nicht von ihren Aktivitäten ab: Im Hof wurde ein schattenspendendes Zelt aufgeschlagen, jeden Morgen malte eine Gruppe Frauen bunte Mandalas am Tempeleingang,, Bühne und Tempel wurden geschmückt, die Teigmaschinen für Dhosas, Wadas und die nachmittäglichen Snacks rotierten rund um die Uhr, die jugendlichen Künstler übten ihre Programme und die lebhaften, aber disziplinierten Kinder halfen, Hunderte von Luftballons aufzublasen, die, kunstvoll spiralförmig zusammengebunden, hinter Babas Thron und am Tempeleingang seit Jahren das dekorative Markenzeichen dieses Festes sind.

Seit dem Jahre 2000 motiviert die Familie um Mr. Kandasamy mit Balasai Babas Segen eine zahlreiche Gruppe von Devotees aus Chennai zu einzigartigen, regelmäßigen Seva-Programmen: - für Krebspatienten, kranke Kinder, Jugendliche ohne Schulabschluss, alte Menschen, die unterversorgte ländliche Bevölkerung,
für ehewillige Paare, die aber Schwierigkeiten mit der indischen Tradition haben, für alle, die in Not sind. Jedesmal berichtet Mr. Kandasamy von erstaunlichen Heilungen, rettenden Berufschancen und unerwarteten Fügungen.
Eine Gruppe von Jugendlichen bestreitet das kulturelle Abendprogramm dieser drei Tage: ob klassischer indischer Tanz, Pop-Tanz oder Tanz-Akrobatik - alle Bewegungsformen liegen den Darstellern "im Blut" und werden professionell und unbefangen dargestellt.
Aus dem Rahmen fiel eine Gruppe von jungen Männern, die, schlicht kostümiert und weiß geschminkt, nur mit einem Geräuschhintergrund ohne Worte, pantomimisch reduziert und unaufdringlich, Themen zur "Körpersprache" brachte, die in Indien "heiße Eisen" sind: die sinnlosen Rituale des Militäts, Gewalt gegen Frauen, die Diktatur der mobilen Telefone, die Strom- und Wasserknappheit, der Raubbau an der Natur - ohne Worte, aber verständlich in einem Land, in dem viele Menschen sich sprachlich nicht miteinander verständigen können (in Indien werden 6oo Sprachen gesprochen).
Mit ihrer großartigen Gesangsdarbietung von klassischen europäischen Opernarien eroberte sich Eliana, eine Devotee aus Deutschland, eine begeisterte indische Fan-Gemeinde.
Nachdem Baba lange mit den jungen Künstern gesprochen hatte und ihnen Vibhuti verteilte, durften alle Besucher sich einzeln Babas Segen zusammen mit einer Mango aus Seiner Hand abholen.
Es wurde fast Mitternacht, bis alle Gesprächswünsche erfüllt waren - Balasai Baba, die Göttliche Mutter, die unentwegt gibt...

                                                 OM SRI BALASAI RAM