Mittwoch, 25. Februar 2015

MAHASHIVARATRI 2015

17./18.Febr. 2015, Ashram von Sri Balasai Baba in Kurnool

- die "Große Nacht Shivas" und die Geburt des "Atma-Lingam" durch Bhagavan Sri Balasai Baba:

Um 18 Uhr beginnt das Vorabendprogramm schwungvoll und lustig mit einer folkloristischen Tanz- und Theatergruppe.
Nach einem schnellen Trommeltanz mit einer akrobatischen Pyramide am Schluss beginnt das Theaterprogramm der Tradition entsprechend mit "Ganesha". In schneller Folge wechseln Sprech- und Gesangspassagen des Moderators - Trommel, Zimbel und harmonium setzen rhythmisch - bestätigende Akzente.
Köstlich naiv verkleidet gesellt sich Shiva als "Ardhanaranari" (halb Mann halb Frau) zu Ganesha: während die männliche "Shiva-Seite" mit Bart und Tigerfell spricht, ist die andere Seite mit einem roten Schleier verdeckt. Spricht die weibliche "Parvati-Seite", verdeckt der Schleier die männliche Seite, und seitlich zum Publikum stehend agiert sie mit kräftigem Make-up und schwellender halber Brust - leider nur auf Telugu...

Balasai Baba liebt und unterstützt diese Gruppen, die oft nur aus einer Familie bestehen  und im Zeitalter von Fernsehen, Handy und Internet um ihr Überleben kämpfen, indem sie durch das eher ländliche Indien ziehen und die mythlogischen Geschichten humoristisch und vereinfacht darstellen.
Nachdem - edel gekleidet - "Rama und sein Bruder Laxmana" ihren Guru "Vismamitra" von drei Dämonen befreien, die eher aus der Puppenkiste als aus der Unterwelt zu stammen scheinen, beendet die wilde dunkle "Kali" mit roter Zunge und Kette aus menschlichen Schädeln das zweistündige kurzweilige Programm mit einer zwar nicht in der Mythologie vorkommenden, aber umso beeindruckenderen Feuerspuckshow mit mächtigen Feuerflammen.

Bis 22Uhr sitzt Balasai Baba auf der Nebenbühne, verfolgt amüsiert das Programm, segnet die Künstler und begrüßt Devotees.
Bhajans kündigen den Wechsel des Programms an. Kurz vor Mitternacht bereitet eine Gruppe von Priestern mit Mantrenrezitationen die Geburt des Atma - Lingam an.
Balasai Baba nimmt auf dem Sofa Platz und trinkt zügig mehrere Glas Wasser. Sein Gesichtsausdruck wird zunehmend konzentrierter und drückt zwischen den an- und abschwellenden "Wehen" kurze Scherzempfindungen aus, aber nach etwa 15 Minuten springt der Lingam mit einer Wasserfontäne aus dem Mund und Baba zeigt ihn schon wieder lächelnd dem aufatmenden Publikum.
Eine Devotee-Familie aus Chennai, die seit vielen Jahren eine für Indien beispielhafte Sozial-Arbeit im Namen Balasai Babas macht, darf den Lingam in Empfang nehmen.

Das Nachtprogramm wird hautsächlich von den älteren und jüngeren Gesangskünstlern der engeren "Balasai-Familie" bestritten: die drei Musiker, die jeder Besucher von den Musikabenden kennt, Babas begabte Nichte und Neffe -  die fernseh-routinierte Tochter Madam Shakuntalas moderiert locker und schlagfertig das Programm.
Um 5Uhr30 - die Zeit ist im Nu verflogen - steht Baba auf  und gibt den Schlußsegen.
Nach dem Genuss des traditionellen frischen, warmen und süssen Prasadam sucht jeder sein Bett auf.
Am nächsten Morgen erinnern nur noch ein Stapel Stühle und die Reste der Bühne an das wichtige Ereignis.

                                                        OM SRI BALASAI RAM

Samstag, 7. Februar 2015

Festeszeiten mit Disco-Flair

Anfang Februar 2015, Balasai Baba Ashram, Hyderabad

Einige Feste sind ins Land gezogen: Weihnachten, Neujahr und am 14. 1. 2015 Sri Balasai Babas 55. Geburtstag.
Die Mehrzahl der Besucher ist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren - eine ganze Generation jünger als noch vor einigen Jahren, wo der Durchschnittsbesucher zu den "40-ups" gehörte.
Viele der jungen, dynamischen Besucher kommen schon eine Weile regelmäßig und ihr Schwung und ihre Begeisterung und Hingabe für Balasai Baba bringen neues Leben in den Ashram.

Am Weihnachtstag war das abendliche Chorkonzert der europäischen Devotees der einzige Programmpunkt des Abends und wurde begeistert von den indischen Besuchern aufgenommen.
Aber da der Abend für Balasai Baba gerade erst begonnen hatte, ließ Er das Programm durch spontane Gesangsbeiträge der indischen Devotees fortführen und animierte danach alle zu einer gemeinsamen Tanzvorstellung in Disco-Manier - dabei spielte Baba die Rolle des Disc-Jockey, spornte die Tanzbegeisterten durch Pfeifen, Klatschen und Quietschen zu noch mehr Tempo an und ließ den Wünschen und Bedürfnissen der jungen Besucher freien Raum.

Beim anschließenden Singabend in Babas Privaträumen exklusiv für die ausländischen Besucher wurde weiterhin ein großer Teil der Zeit dem Tanzen als einer besonderen Form spiritueller Übung gewidmet.
Die 2er, 3er oder 4er - Gruppen wurden durch Ansage zusammengestellt und für manche war diese mehr solistische Form eine Herausforderung, ihre Hemmungen zu überwinden, für andere eine Freude, weil sie ihre speziellen Begabungen zeigen konnten.
Diese Art "Tanzturnier - Singabende" waren so  beliebt, dass häufig auch speziell Eingeübtes gezeigt wurde.

Zum Neujahrsabend war weder von den indischen noch den europäischen Besuchern ein Programm vorbereitet. Auch diesmal fordert Baba zu einem spontanen Event auf , wo u.a. Devotees aus Chennai mit  Trommel- und Gesangsnummern überraschten.
Von europäischer Seite wurde ein Chorprogramm mit einem bunten Potpourri von Beiträgen  improvisiert unter dem Motto: Hauptsache, wir waren aktiv! Der Mut wurde mit großem Applaus quittiert.
Nachdem auch die Neujahrsnacht mit gemeinsamem Disco-Tanz beendet wurde, war für Baba noch längst nicht Schluß: Er lud die ausländischen Gäste zum Singabend ein und nach dem Neujahrssegen für 2015:
"Ich segne euch für einen gesunden Mind,
  eine gesunde Seele,
  einen gesunden Körper
  und Wohlstand für euch und eure Familien" war für eine weitere Stunde Disco-Zeit für alle angesagt, ehe Balasai Baba und Seine Musiker uns mit einem göttlichen Singprogramm ins Neue Jahr führte.

                                                   OM SRI BALASAI RAM 

Freitag, 24. Oktober 2014

DIWALI - das Feuerfest

23.10.2014

DIWALI ist der schwarzen, furchterregenden Göttin KALI gewidmet, eines Aspektes von Shiva. Sie zeigt ihre rote, lange Zunge und trägt eine Kette von menschlichen Schädeln um den Hals. Aber bei den indischen Gottesaspekten ist es oft so, daß ihr angsteinflößendes Aussehen im Gegensatz steht zu ihrer rettenden und segenbringenden Aufgabe.
Dem Mythos zufolge rettete sie das Universum vor einem Dämon, der unbesiegbar war, weil er sich in  jedem Blutstropfen, der von ihm zur Erde fiel, wieder verkörperte, so daß normale Waffen ihm nichts anhaben konnten. Sie fing jedoch die Blutstropfen auf und trank sie, bevor sie zur Erde fielen, besiegte den Dämon, indem sie ihn in sich aufnahm.
DIWALI ist das Fest dieser transformierenden Feuerkraft.
Balasai Baba kommt zum Darshan im orangenen Gewand. Als Er 18 Jahre alt war, bekam Er am DIWALI-Fest das Gewand in der Farbe der Entsagung, zum Zeichen, daß Er ab jetzt nur noch dem Wohle des Universums und der Schöpfung zur Verfügung stehen würde.
Nach den Bhajans werden von den Jugendlichen des Ashrams Kräcker und Feuerwerkskörper gezündet. In den früheren Jahren wurde im Ashram von Kurnool ein 3 - Stunden - non-stop - Feuerwerk gegeben, mit Balasai Baba als Mittelpunkt im krachenden und blitzenden Geschehen - heute lässt sich Baba auf Seinem Thron nur eine Wunderkerze geben, zum Zeichen, daß Er die transformierende Feuerkraft im Universum ist.
Der ohrenbetäubende Lärm vor den Toren des Ashrams geht weiter und bis ein Uhr nachts regnen bunte Sterne vom Himmel.

                                                 OM SRI BALASAI RAM

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Der "Zehnte siegreiche Tag" des "Durga-Festes"

3.10.2014, 20 Uhr im Tempel von Sri Balasai Baba in Hyderabad.

Der letzte zehnte Tag ist der Höhepunkt  des Durga-Festes. Heute feiert man den Sieg des Guten über das Böse. Die Bühne und die Tempelhalle sind geschmückt mit üppigen Blumenarrangements und Girlanden.
Zum letztenmal sieht die funkelnde Durga dem Geschehen zu - morgen wird sie zum See gefahren und im Wasser versenkt. Ihr Lehmkörper löst sich auf und sie kann in ihre himmlische Heimat zurückkehren.
Am Abend ist der Tempel gefüllt mit Hunderten von Devotees, um sich den persönlichen Segen Sri Balasai Babas zu holen.
Nach dem Darshan bilden alle eine Reihe, um geordnet und zügig zu Babas Thron zu gehen, Seine Füsse zu berühren (in der hinduistischen Tradition wird damit alles Karma der Gottheit übergeben) und Seinen unsichtbaren und sichtbaren Segen ( in Form einer Frucht oder von Süßigkeiten) zu bekommen. Vielen wendet sich Baba zusätzlich mit einigen Worten oder einem längeren Gespräch zu, Mütter lassen ihre Babies segnen und Baba entzückt sie, wenn Er das Kind auf den Arm nimmt, einem Kindergartenkind malt Er das OM-Zeichen auf die Schiefertafel. Mit dem Eintritt in den Kindergarten beginnt in Indien das schulische Lernen und es ist Sitte, dass der spirituelle Meister den Beginn der Schulzeit auf diese Weise segnet.
Nachdem Baba alle Süßigkeiten iund Früchte verteilt hat, selbst der Blumenschmuck auf dem Tisch mußte dran glauben, und die letzten Familienphotos geschossen wurden, steht Er unter begeisterten Rufen auf, um die Stufen herab zu seinen Räumen zu gehen. Hier hat sich aber längst eine zahlreiche Gruppe indischer Devotees plaziert und hofft auf ein letztes Photo, ein Wort, einen Blick oder einen Händedruck. Es dauert noch einmal eine halbe Stunde bis sich weit nach 23 Uhr die Tür hinter Ihm schließt.

                                         OM SRI BALASAI RAM


Sonntag, 5. Oktober 2014

Erlebnisse von Devotees vor und während des großen "Durga-Festes"

19.9.2014, Ashram von Sri Balasai Baba in Hyderabad, 22Uhr

Drei Devotees - A., B. und I. sitzen traurig auf den Eingangsstufen zum Ashram. Sie sind am Vortag angekommen, haben Baba noch nicht gesehen und auch heute wurde der Singabend abgesagt. Plötzlich fliegt aus der Richtung des "Krishna-Reliefs" neben ihnen eine tischtennisballgroße Frucht herab, prallt etwa 2,5m vor dem Haus auf den Boden und rollt in Richtung Bookstall weiter. I. untersucht die sandfarbeneFrucht, die vom Aufprall eine leicht aufgeplatzte Stelle hat, sonst aber fest und unversehrt ist und erkennt sie als eine Feige. Sie schmeckt süss und hat innen die kleinen typischen Körnchen. Da sie deutlich größer ist und aus der entgegengesetzten Richtung flog, schliessen sie aus, dass es eine der kleinen, wilden rötlichen Feigen vom gegenüberwachsenden Baum ist.
Noch in Deutschland - vor der Reise zu Baba - war bei A. der Wusch aufgetaucht, bei Baba ein "Fruchtwunder" zu erleben, wie es in den älteren Büchern beschrieben steht...

26.9.
Singabend bei Baba. A. ist sehr erschöpft von den beruflichen Anforderungen der letzten Monate, und als sie im Singraum vor Baba sitzt, kann sie die Tränen nicht zurückhalten und weint fassungslos. Eine andere Devotee reicht ihr ein Taschentuch, mit dem sie ihre Tränen abwischt und sich kräftig schneuzt.
B.,ihre Nachbarin, hatte sich schon in Deutschland ein "Duftwunder" gewünscht, und ihr fällt auf, daß sich ein intensiver Rosenduft um A. ausbreitet. Man sucht nach der Quelle und findet sie im ausgiebig benutzten Taschentuch, das heute - 10 Tage später - immer noch kräftig nach Rosen duftet, während die anderen Tücher der Packung einen neutralen Geruch haben.

Einige Minuten nach dem "Duftwunder" wird der Trommler S. von Baba aufgefordert, eine Mozartkugel auszuwickeln und sie A. in den Mund zu stecken - wohl als Trost und Stärkung. Auch ihrer Nachbarin B. muß Mr.S. eine Kugel in die Hand geben.
Eine Devotee, die schon viele Jahre regelmäßig kommt, hatte in all dieser Zeit noch nie erlebt, daß einer der indischen Musiker aufgefordert wurde, den europäischen Besuchern Süßigkeiten zu überreichen. Sie ist überrascht und wünscht sich innerlich dasselbe, was unmittelbar darauf geschieht. Baba weist Mr.S. an, auch ihr eine der leckeren Schokoladenkugeln zu überreichen.

Sonntag,28.9.
Die indischen jugendlichen Devotees des Ashrams gestalten das kulturelle Abendprogramm mit Singen und Tanzen. Gerade tanzt ein Geschwisterpaar, wobei der kleine Bruder in einem duftigen Chiffonkleid eine Mädchenrolle tanzen muss. Als nach fünf Minuten das Licht ausfällt, rennen beide deutlich erleichtert von der Bühne - (es war deutlich, daß sich der kleine Junge in seinem Köstüm nicht wirklich wohlfühlte), während die andern sehnsüchtig auf ihren Auftritt warten. Die Devotee B. hatte vorher bobachtet, daß Baba auf Seinem Handrücken Bewegungen machte, als würde Er die Knöpfe einer Fernbedienung drücken und Devotee A. denkt::"So, Baba, jetzt hast Du ein Problem!" ,aber Baba sorgt unmittelbar danach wieder für Strom.
Als die Ventilatoren einsetzen, sich zu drehen, bemerkt Devotee B., wie ein zarter Rosenduft heranweht.
Sie stößt ihre rechte und linke Nachbarin an und fragt:"Riecht ihr was?" Beide bestätigen den Rosenduft, obwohl sie den nicht erwähnt hatte.

                                                OM SRI BALASAI RAM

Freitag, 3. Oktober 2014

Die zehn Tage für die "Göttliche Mutter"

2.10.2014, Hyderabad, Ashram von Sri Balasai Baba

An vielen Plätzen in Dörfern und Städten und traditionell in allen Haushalten stehen in diesen Tagen die reich geschmückten Statuen einer  weiblichen Wesenheit, die auf einem Löwen (Tiger) reitet und in jeder ihrer vielen Hände eine blitzende Waffe trägt.
Der Mythos erzählt, welche Bedeutung dieses Bild hat:
Die Schöpfung wurde einmal von einem machtvollen Dämon bedroht, dem Brahma das Geschenk versprochen hatte, daß er niemals durch eine männliche Hand getötet würde, sodaß alle Versuche der Götter, ihn zu vernichen, vergeblich waren. Schließlich kamen sie überein, ihre jeweils spezifischen weiblichen Energien, durch die ihre männlichen Waffen erst ihre Kraft bekamen, zusammenzutun. Diese verschmolzen zu einem machtvollen Wesen, in dem die höchste kosmische Schöpfungsenergie in der Form der löwenreitenden "Durga" Gestalt annahm. Was allen männlichen Waffen nicht gelang - durch ihre Hände konnte der Dämon besiegt werden.
Als "Göttliche Mutter", die den ewigen Fluss des Lebens präsentiert, in der die Gegensätze der Schöpfung aufgehoben sind, steht sie als die höchste manifestierende Energie über allen Erscheinungen und über dem Pantheon der übrigen Götter.
In Sri Balasai Baba ist diese höchste kosmische Energie (Shakti) verkörpert.

Auch auf der Bühne des Tempels von Sri Balasai Baba steht in diesen Tagen eine Statue der "Durga". Sie wird täglich mit einem neuen Sari geschmückt, dessen Farbe den jeweils besonderen göttlichen Aspekt dieses Tages angibt: u.a. wird sie verehrt als "Saraswati", die Göttin der Erziehung, Kunst und Wissenschaft, die immer weiß gekleidet dargestellt wird, oder als "Annapurna", die nahrungsspendende Göttin.
Von den Devotees in Hyderabad sind in diesen Tagen alle Kräfte gefordert: - die morgendliche Puja (Opferhandlung) zu Füssen der Statue, die Abendbhajans, die Organisation und z.T. Gestaltung des speziellen kulturellen Abendprogrammes und das reichhaltige "Prasadam" (gesegnete Opferspeise) am Schluss des Tages für alle Besucher.
In diesem Jahr spielen bei den Beiträgen des Abendprogrammes die Kinder und Jugendlichen (als 2. Generation der Devotees) eine tragende Rolle. Dank der vielfältigen Tanz-und Singbegabungen der Heranwachsenden werden neben den professionellen Künstlern immer wieder überraschende Beiträge geboten.

Die goße Anzahl der sing-und tanzlustigen deutschen und österreichischen Devotees machte es möglich, mit einem abendfüllenden "westlichen" Programm, das mit einem getanzten "Gebet an Shiva" von der permanenten Devotee Rina aus Japan eröffnet wurde,Balasai Baba zu ehren. Die lebendige und frische Präsentation wird von den indischen Besuchern begeistert aufgenommen. Bei allen kulturellen Programmen ist Balasai Baba selbstverständlich anwesend.

Der Höhepunkt dieser erfüllten Tage ist die große Puja am 2.10., deren mannigfalrige Vorbereitungen in den Händen der Devoteegruppe aus Chennai liegt. Für jeden Teilnehmer sind auf einem Pappteller die notwenigen Geräte und Materialien vorbereitet: ein Bild von Balasai Baba in Seinem Aspekt als ewig junges Mädchen wird mit Räucherstäbchen, Kampfer, Wasser, Blumen, Kum-Kum, Feuer usw. verehrt.
Die langen Rezitationen der Priester, die lauten Anweisungen zur richtigen Durchführung des Rituals, der Duft der Räucherstäbchen, die zusätzliche Hitze durch die Kerzen lassen eine Atmosphäre der höchsten Konzentration entstehen, auf deren Höhepunkt Balasai Baba selbst zum Darshan erscheint...

                                               OM SRI BALASAI RAM

Mittwoch, 6. August 2014

Balasai Baba bricht aus Gefangenschaft im Ashram von Kurnool aus!

1.8.2014, 23Uhr, im Tempelhof des Ashrams von Balasai Baba in Kurnool

...so könnte die Schlagzeile eines Sensationsberichts in der Tagespresse lauten, aber, da das Leben mit Balasai Baba ohnehin spannend genug ist, ist die Wirklichkeit  (wenigstens dem Augenschein nach) gemütlicher.

Seit 16 Tagen ist Baba mit den Devotees und alten und neuen Besuchern wieder in Kurnool. Das Wetter ist angenehm kühl, der Himmel meistens bewölkt und der spätnachmittägliche Regenguss stellt sich pünktlich ein mit Sturm und Donner - für Europäer ungewohnt heftige Monsun-Naturschauspiele.
In Kurnool gehören indische Snacks zur Abendrunde, aber diesmal hat sich Baba eine neue Variation einfallen lassen: eine österreichische Besucherin bekommt als erfahrene Köchin die Gelegenheit, für die Abendrunde eine "Kürbissuppe" zu kochen. Tatsächlich steht zu vorgerückter Stunde ein dampfender Suppentopf mit Paketen von Toastbroten auf dem Tisch, nach dem indischen Essen ist diese europäisch gewürzte, schmackhafte Suppe eine willkommene Abwechslung und die Köchin bekommt allseitiges Lob - mit der Folge (handelte es sich etwa um ein Missverständnis?), dass nun jeden Abend eine heiße Suppe zur Selbstbedienung auf dem Tisch in der Runde stand - nach dem Vorbild der österreichischen Köchin auf indische Art gekocht. Mancher sehnte sich bald nach den Gewürzen des Orients zurück!
Um Baba die Rolle des Alleinunterhalters zu ersparen, finden sich Deutsche und Österreicher zur gesanglichen Ko-Produktion zusammen und manchmal kommt es sogar zu  Tanzeinlagen, wobei die beiden jungen indischen Girls Punkte in Schnelligkeit,Schwung und Phantasie sammeln.

Vor einigen Tagen schon musste die geplante Rückreise nach Hyderabad gekanzelt werden - wegen der Betonierung der Kanalisation wurde die Straße zum Ashram aufgerissen. Für Baba hieß das: Gefangenschaft im Ashram! Nachdem sich zeigt, dass die Bauarbeiten sich noch auf unbestimmte Zeit hinziehen werden, beschließt Baba, sich nicht dem indischen Zeitplan zu unterwerfen, sondern nach Suppenrunde und Segenswünschen für die Besucher, bricht Baba  Richtung Ashramausgang auf, in Dhoti und Freizeithemd, die Familie und alle Ashrambewohner im Schlepptau. Jeder wusste, wie es vor den Toren aussah: ein großer Erdhaufen versperrte mehr oder weniger den Eingang, ein gewundener Trampelpfad über Aushub und Steine, eine schmale  Tür als Brücke über die Kanalisation, dann Schotter-und Sandhaufen, bis Baba schließlich das Auto in Höhe der "Free-School" , das einer der Fahrer geholt hatte, erreichte. In den letzten 20 Jahren gab es diesen Anblick nicht - auch heute war zu dieser vorgerückten Stunde niemand auf der Straße!

                                                      OM SRI BALASAI RAM

Donnerstag, 31. Juli 2014

Prasadam (gesegnete Opferspeise) zu Ramadan im Tempel von Kurnool

29.7.2014

Für die muslimische Gemeinschaft ist heute am Neumondtag  in ganz Indien ein wichtiger Feiertag: die Fastenzeit (Ramadan) ist beendet.
Balasai Baba kommt in gelber Robe zum Abenddarshan und bleibt nach dem letzten OM zu aller Erstaunen sitzen.
Madam Gauri, die Principal der "Free-School" kündigt an, dass Baba zu Ehren der muslimischen Kinder und Eltern, die, wie fast jeden Abend besonders stark im Tempel vertreten sind, ein besonderes Festtagsprasadam hat vorbereiten lassen: eine süsse Milchsuppe mit feinen Nudeln, gewürzt mit Nüssen und Kardamom.
Vor der Bühne wird die Suppe in Becher gefüllt und von den Kindern an jeden Besucher verteilt. Erst als alle versorgt sind, steht Baba auf und hebt die Hand zum Segen. Gemeinsam genießen alle die warme süsse Speise, die bei dem feucht-kühlen Monsunwetter angenehm wärmt.
Es ist durchaus nicht unüblich in Indien, dass die hinduistischen bzw. muslimischen Festtage von beiden Religionsgemeinschaften gemeinsam gefeiert werden als Zeichen des Respekts und der Toleranz, aber ein solches Prasadam im Tempel in der Anwesenheit Balasai Babas gab es heute zum ersten Mal!

                                                  OM SRI BALASAI RAM

Freitag, 25. Juli 2014

Guru - Purnima 2014: Balasai Baba - Guru und Gott

2.7.2014, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Der höchste Vollmond des Sommers - gewöhnlich im Juli - ist in ganz Indien traditionell dem "Guru" gewidmet.
Als "Guru", als "Führer aus der Dunkelheit" werden diejenigen Personen bezeichnet, die von Geburt an dem Menschen z.B. als Eltern, Lehrer in Schule und Ausbildung und schließlich im Erwachsenenalter als "spiritueller Meister" den Weg von der "Unwissenheit zur Wahrheit" weisen. Man begegnet ihnen mit Respekt und Dankbarkeit. Das Konzept des "Guru" ist tief im sozialen indischen Leben verankert.
Balasai Baba: "In Baba habt ihr das Glück, dem Guru und dem Gott in ein und derselben Form zu begegnen. Zu den Zeiten der Belehrung seht mich als euren Guru, zu den Zeiten der Meditation als euren Gott!"

Schon in de Nacht zum 12.Juli wurde der Tempel in Hyderbad über und über mit gelben und orangefarbenen Marygoldgirlanden (Tagetes) und duftenden Rosen- und Jasmingirlanden geschmückt.
Noch während der Dunkelheit um 5 Uhr 30 versaammeln sich die ersten Devotees im Tempel, um das Morgengebet, die "Nama-Mala", und das "Mula-Mantram" von Balasai Baba zu sprechen und dem "Haarathi"beizuwohnen.
Nach den Morgenbhajans ist der Tempel voll mit Devotees aus Hyderabad und Chennai und zahlreichen Besuchern aus Deutschland und Österreich.
Den Höhepunkt des Vormittags bildet die "Paduka-Blumen-Puja". Für jeden Teilnehmer steht schon ein Teller mit den "Zutaten" bereit: winzige Padukas aus Metall als Symbole für die göttlichen Füsse, die traditionell durch Berühren verehrt werden, ein Foto von Baba, Räucherstäbchen, Wasser, Kampfer und ein Haufen Blumen. Jeder kann so das Ritual, dass die Priester auf der Bühne zelebrieren, für sich "im Kleinen" nachvollziehen. Bei jedem der göttlichen Namen werden Babas Bild und Füsse mit Blumen bestreut, so dass am Schluss der Teller hoch mit Blumen bedeckt ist.
Gegen Ende kommt Balasai Baba selbst - man hat Ihm einen Blütenblätterweg bis zum Thron gestreut - und Er segnet alle Anwesenden. Jeder trägt seinen Teller zur Bühne, wo alle geopferten Blumen zu einem beachtlichen Blumenberg zusammengeschüttet werden.
Das zweistündige Ritual erforderte Konzentration und Kraft, aber auf dem Prasad-Tisch stehen schon die Töpfe, aus denen es würzig duftet, zur Stärkung bereit.

Nach den zweistündigen Abendbhajans ist der Tempel  bis auf den letzten Platz besetzt,
weil auch viele Nicht-Devotees sich den traditionellen Guru - Purnima - Segen holen wollen.
Balasai Baba verschenkt in diesem Jahr wieder einen besonderen Segen: Jeder darf an seinem Thron vorbeigehen und die göttlichen Füsse selbst berühren. Für jeden Inder ist das ein besonders glücksverheißender Segen, denn die göttlichen Füsse sind der Ort, wo er die Last seines Karmas der Gottheit übergeben kann.
Hunderte von Menschen warten geduldig in einer langen Schlange. Für Balasai Baba beginnt jetzt der anstrengendste Teil des Tages. Jedem wendet Er sich mit Geduld und Liebe zu, hört alle Anliegen an, nimmt sich für jeden die Zeit, die er braucht und jeder bekommt zusätzlich eine Frucht oder eine Süßigkeit als sichtbaren Segen. Bis zum letzten Devotee bleibt Baba gleichbleibend liebevoll, scherzend, zuhörend und zugewandt, bis alle Wünsche erfüllt sind. Es ist weit nach 23 Uhr, als sich die Schlange schließlich aufgelöst hat, aber eine zahlreiche Menge säumt noch vor der Bühne den Weg zu Seinen Räumen. Baba zeigt keine Anzeichen von Müdigkeit, entspannt lacht und scherzt Er weiter auf tamil, englisch oder telugu bis sich nach geraumer Zeit die Tür hinter Ihm schließt.
                 
                                               OM SRI BALASAI RAM 

Freitag, 13. Juni 2014

Dämmer-Darshan

12.6.2014, 20Uhr im Tempel von Hyderabad

Gerade sitzt Balasai Baba bei den abendlichen Bhajans auf Seinem Thron, hüllt einer der häufigen Sromausfälle der heißen Zeit die Umgebung in Dunkelheit. Im Tempel hat man Vorsorge getroffen: vier Notlampen beleuchten schwach den großen Raum.
Niemand kann sich erinnern, daß Baba je bei Stromausfall Darshan gegeben hätte, geschweige denn, durch die Reihen gegangen wäre.
Aber schon gestern hatte Baba diese "Regel" durchbrochen Der Strom war schon etwa fünf Minuten ausgefallen, als Baba zu aller Überraschung und Freude auf die Bühne kam.
Heute steigt Er in dunkelroter Robe im Dämmerlicht die Treppen herunter, verteilt Vibhuti, Lachen Trost und Liebe. Eine neue Besucherin, bepackt mit Tüten, Schachteln und einer Jasmin-Girlande, steht auf und will alles Baba offerieren, der gibt ihr Vibhuti, sagt ein paar freundliche Worte und geht weiter. Sie folgt Ihm mit allem Gepäck, aber Baba wendet sich den nächsten zu. Sichtlich enttäuscht geht sie zu ihrem Platz.
Schließlich am Ende der Männerreihe unterhält sich Baba angeregt mit zwei Männern, offensichtlich Mitglieder derselben Familie, denn jetzt winkt Baba die Frau und ihre Begleiterin dazu. Endlich kann sie alle Opfergaben loswerden und sie strahlt.
Wie immer bringt Balasai Baba die Menschen zuerst zum Lachen, um ihnen die Scheu und Förmlichkeit zu nehmen, dann werden sie gefüttert mit süßen Kugeln aus einer der Schachteln. Wie Kinder kauen alle mit vollen Backen. Den Rest zerbröselt Baba und lässt die Schachtel zum Prasad-Tisch bringen, so haben später alle den Genuss.
Bis zum Schlußsegen schenkt Baba vor allem dieser Familie Seine ganze Aufmerksamkeit und hat - hoffentlich - neue Devotees gewonnen. Mehr Zuwendung kann nicht gegeben werden.

                                                           OM SRI BALASAI RAM

Freitag, 6. Juni 2014

Botschaften-Darshan

5.6.2014, 2o Uhr im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Heute ist Donnerstag, "Guru-Tag". Der Tempel ist gut besetzt. Baba kommt in lachsfarbener Robe.
Erstmals seit längerer Zeit steigt Baba die Stufen der Bühne herab und geht durch die Reihen auf der Männer-und Frauenseite. Er verteilt Vibhuti und erfüllt geduldig und humorvoll alle Gesprächswünsche und gibt Ratschläge zu allen Anliegen.

Währenddessen gibt Mm. A. aus Hyderabad einige Botschaften:

-"Wenn wir Gott haben, besitzen wir alles, mehr geht nicht!
Dazu will ich aus der `Mahabharata`eine kleine Geschichte erzählen: Krishna kann den Krieg zwischen den verfeindeten Familien, den Kauravas und den Pandavas nicht mehr verhindern. Er fragt die Anführer der beiden Seiten, wen sie zur Unterstützung im Kampf wählen wollen: eine riesige Armee oder Ihn - Krishna - selbst. Duryodhana, der Anführer der Kauvaras, wählt die riesige Armee, Arjuna, der Anführer der Pandavas wählt Krishna, weil er weiß: Gott kann durch keine Macht übertroffen werden. Trotz der zahlenmäßig überlegenen Armee werden die Kauravas besiegt.

- "Von anderen Avataren der Vergangenheit haben wir nur Bilder oder kennen einige Geschichten über sie. Hier haben wir Baba vor uns als den lebendigen Gott! Wie glücklich können wir uns schätzen, daß wir in der Zeit leben, in der ein Avatar auf der Erde lebt und daß wir so nah bei Ihm sein dürfen!"

- "Wir denken immer nur an unser` I ` (=ich) - ich denke, ich spreche, ich mache usw. Lasst uns nur zwei Buchstaben davor setzen: s und a = Sai , und anstatt zu sagen: "I am with Sai", sollten wir besser sagen: "Sai is with us!" (= Sai ist mit uns!)

- "Baba empfiehlt uns, Ihm den ganzen Tag zu geben - nicht durch lange Rituale, Gebete oder schwierige Übungen. Er erwartet nicht viel: Wenn wir morgens und abends nur fünf Minuten an Ihn denken, ist Er 24 Stunden bei uns!"

Danach nimmt sich Baba noch fast eine Stunde Zeit, ehe Er den Schlußsegen gibt.

                                                           OM SRI BALASAI RAM

Montag, 2. Juni 2014

Kulturelles Programm der "Balasai Baba Jugend Vereinigung"

25.5.2014

An diesem Wochenende lebt der in der heißen Zeit nicht überfüllte Ashram in Hyderabad wieder auf: Devotees aus Chennai veranstalten zu Ehren von Balasai Baba  am Sonntag ein kulturelles Abendprogramm - ein besonderes Programm, weil es von den Jugendlichen Devotees aus Chennai und Hyderabad bestritten wird. Die Moderatorin spricht von der "kleinen Armee Balasai Babas", die auch in Zukunft bei den Seva-Aktivitäten des Ashrams tatkräftig mitwirken wird.
Eine junge Tänzerin aus Chennai zeigt zwei Shiva-Tänze, die die vollkommene Körperbeherrschung selbst der kleinsten Gesten und die Ausdruckssymbolik des indischen klassischen Tanzes zeigen, der reine Hingabe und Verehrung des Göttlichen ist. Ihre Mitstreiterin aus Hyderabad hat zwei Poptänze gewählt, die kraft und Schnelligkeit erfordern und weltliche Lebensfreude ausdrücken. Den Abschluss bildet ein junger Musiker aus Chennai mit seinem Schlagzeugsolo auf technisch hohem Niveau und immer neuen erstaunlichen Klangfarben. dazwischen wurde von den Künstlern zwischen 10 und 22 Jahren eine "Girlande von Liedern" geflochten: Devotional Songs, Pop-Songs, innige und fetzige Fimmusik, alle Extreme erklangen, die die jungen  Menschen diesesAlters bewegen.Speziell für die weigereisten Gäste gab Baba wieder einen Pada (Fuss) - Darshan. Jeder durfte an Seinem Thron vorbeigehen und sich einen Mango-Segen abholen.

                                                     OM SRI BALASAI RAM

Donnerstag, 29. Mai 2014

Geburtstags-Segen

22.5.2014 , Abenddarshan im Tempel von Hyderabad

Balasai Baba kommt in hellmagentafarbener Robe zu den abendlichen Bhajans. Nach einigen Minuten winkt Er eine langjährige indische Devotee auf die Bühne, die eine zahlreiche aktive Bhajangruppe in Hyderabad leitet  und deren ganze Familie sich an dem Krankenhaus - Seva beteiligt. Baba spricht eine Weile mit ihr, bevor Seine Hand kreist und ihr einen Goldring materialisiert.
Nachdem Baba die Bühne verlassen har, beglückwünschen die anderen Besucher sie zu dem Gold-Segen an ihrem Geburtstag.

                                                OM SRI BALASAI RAM 

Samstag, 17. Mai 2014

Drei Tage für die "Göttliche Mutter"

9.5.- 11.5.2014, im Tempel von Balasai Baba in Hyderabad

Die drei Tage um den "Muttertag" im Mai haben schon Tradition: Wieder reisten am Freitag, den 9.5., etwa Hundert Devotees aus Chennai an, mit Koch, Küche, Verpflegung und einem beeindruckenden kulturellen Programm an allen drei Tagen zu Ehren von Balasai Baba, der "Göttlichen Mutter".
Schon in der Nacht zum Freitag regnete es in Strömen. Der Koch hatte seine Küche unter dem großen Kirschenbaum aufgeschlagen und nur eine schnell gespannte Plastikplane verhinderte, daß das köstlich duftende Frühstück ins Regen-Wasser fiel.
Der Leiter der Gruppe, Mr. Kandasamy, war dankbar um den abkühlenden Regen-Segen von Baba. Er hatte den z.T. älteren Devotees vorhergesagt, daß Baba ihnen jegliche Hilfe auf der anstrengenden Reise zukommen lassen würde.
Aber auch die indische Sommerhitze (über 42 Grad!) hielt die indischen Devotees nicht von ihren Aktivitäten ab: Im Hof wurde ein schattenspendendes Zelt aufgeschlagen, jeden Morgen malte eine Gruppe Frauen bunte Mandalas am Tempeleingang,, Bühne und Tempel wurden geschmückt, die Teigmaschinen für Dhosas, Wadas und die nachmittäglichen Snacks rotierten rund um die Uhr, die jugendlichen Künstler übten ihre Programme und die lebhaften, aber disziplinierten Kinder halfen, Hunderte von Luftballons aufzublasen, die, kunstvoll spiralförmig zusammengebunden, hinter Babas Thron und am Tempeleingang seit Jahren das dekorative Markenzeichen dieses Festes sind.

Seit dem Jahre 2000 motiviert die Familie um Mr. Kandasamy mit Balasai Babas Segen eine zahlreiche Gruppe von Devotees aus Chennai zu einzigartigen, regelmäßigen Seva-Programmen: - für Krebspatienten, kranke Kinder, Jugendliche ohne Schulabschluss, alte Menschen, die unterversorgte ländliche Bevölkerung,
für ehewillige Paare, die aber Schwierigkeiten mit der indischen Tradition haben, für alle, die in Not sind. Jedesmal berichtet Mr. Kandasamy von erstaunlichen Heilungen, rettenden Berufschancen und unerwarteten Fügungen.
Eine Gruppe von Jugendlichen bestreitet das kulturelle Abendprogramm dieser drei Tage: ob klassischer indischer Tanz, Pop-Tanz oder Tanz-Akrobatik - alle Bewegungsformen liegen den Darstellern "im Blut" und werden professionell und unbefangen dargestellt.
Aus dem Rahmen fiel eine Gruppe von jungen Männern, die, schlicht kostümiert und weiß geschminkt, nur mit einem Geräuschhintergrund ohne Worte, pantomimisch reduziert und unaufdringlich, Themen zur "Körpersprache" brachte, die in Indien "heiße Eisen" sind: die sinnlosen Rituale des Militäts, Gewalt gegen Frauen, die Diktatur der mobilen Telefone, die Strom- und Wasserknappheit, der Raubbau an der Natur - ohne Worte, aber verständlich in einem Land, in dem viele Menschen sich sprachlich nicht miteinander verständigen können (in Indien werden 6oo Sprachen gesprochen).
Mit ihrer großartigen Gesangsdarbietung von klassischen europäischen Opernarien eroberte sich Eliana, eine Devotee aus Deutschland, eine begeisterte indische Fan-Gemeinde.
Nachdem Baba lange mit den jungen Künstern gesprochen hatte und ihnen Vibhuti verteilte, durften alle Besucher sich einzeln Babas Segen zusammen mit einer Mango aus Seiner Hand abholen.
Es wurde fast Mitternacht, bis alle Gesprächswünsche erfüllt waren - Balasai Baba, die Göttliche Mutter, die unentwegt gibt...

                                                 OM SRI BALASAI RAM



Dienstag, 15. April 2014

Einladung zum "Satsang": "Jetzt ist es Zeit, sich Gott zuzuwenden!"

 15.4.2014

In den Tagen vor Seinem 54. Geburtstag überraschte Balasai Baba während eines Singabends mit der Aussage, die Er wie nebenbei halblaut zu einer Devotee machte: "Jetzt ist es Zeit, sich Gott zuzuwenden!"

Die meisten Besucher kommen zu Balasai Baba mit dem Bewußtsein, daß Er eine göttliche Inkarnation ist,  wenden sich Ihm mit ihrer ganzen Hingabe und Verehrung zu und realisieren nach Kräften Seine Botschaften und Anweisungen im täglichen Leben.

Was bedeutet dann die Aussage Babas? Auf was möchte Er hinweisen?

Welchem Gott soll die Zuwendung gelten - dem Gott in der Form, dem formlosen Gott, dem Gott, der sich in allem Erschaffenen offenbart, der eigenen inneren Göttlichkeit, die eigene innere Göttlickeit zu leben,  oder einem ganz anderen Gott?

Ein Austausch dieser jeweiligen Gedanken und inneren Erfahrungen könnte anregend und hilfreich sein und der allgemeinen spirituellen Vertiefung und Bewußtwerdung dienen.
Als "Gesprächsplattform" bietet sich die "Balasai News" an - hier würden die eingesandten Zuschriften gesammelt und veröffentlicht.

Wer sich zu diesem besonderen "Satsang" (= Gespräch über Gott) eingeladen fühlt, wende sich bitte per Mail oder Brief an:
                                     BALASAI BABA e.V.
                                      Wolfgang Bock und Christine Glass
                                      Postfach1262
                                      85312 Freising
                                      E_Mail: balasaibaba@gmx.de

                                        OM SRI BALASAI RAM
                                       



Montag, 14. April 2014

Rama - die erste Inkarnation auf der Erde

8.4.2014, 20 Uhr, Balasai Baba -Tempel in Hyderabad

Jährlich wird Anfang April in allen Tempeln Indiens das Andenken des Avatars "Rama" gefeiert.
Im "Ramayana", dem volkstümlichsten Epos Indiens, in dem die Geschichte Ramas erzählt wird, sind die Ideale des Hinduismus und die Weisheiten der Upanishaden in verständlicher Form niedergeschrieben. Sie prägen bis heute das Selbstverständnis des einzelnen Inders und des indischen Staates.

Die Bühne des Tempels  in Hyderabad ist mit Girlanden geschmückt. Vor den Figuren von Rama, seiner Gattin Sita und seinem Bruder Lakshmana kniet der in der Ikonographie als Affe dargestellte "Hanuman", der Sita aus der Gefangenschaft bei dem Dämonen Ravana in Sri Lanka befreite. Bis heute wird Hanuman in ganz Indien als das Ideal eines Devotee verehrt. Öllämpchen beleuchten die kleine Szene.
Die Bhajans beginnen schon am Nachmittag. Vier Stunden werden ausschließlich Rama-Bhajans gesungen. Kurz vor 20 Uhr kommt Balasai Baba in gelber Robe und segnet die zahlreichen Menschen an diesem für sie besonders wichtigen Tag.

Später, während des Singabends, erwähnt Baba die Jahreszahl 14.000 vor unserer Zeitr., wo "Rama als erste göttliche Inkarnation in Menschengestalt auf der Erde gelebt hat - vor ihm gab es niemanden."

                                                     OM SRI BALASAI RAM 

Mittwoch, 9. April 2014

Sommerabendrunde mit Balasai Baba in Kurnool

4.4.2014, 22 Uhr, im Tempelhof des Ashrams in Kurnool

Es ist Anfang April, die Temperaturen sind schon auf 40 Grad Celsius geklettert, auch im Schatten des Gartens ist ein Aufenthalt tagsüber zu heiß.
So oft es Ihm möglich ist, kommt Balasai Baba abends zur Runde mit den Ashrambewohnern und ausländischen Devotees. Jeder atmet von der Hitze des Tages auf und genießt die - relative - Kühle im lauen Wind.
Baba kommt im orange-farbenen Dhoti, die Robe locker um den Hals geschlungen.
Nur die kleinen Birnen brennen unter dem Tempelpodest, der helle Strahler bleibt ausgeschaltet, aber die Augen gewöhnen sich schnell an das angenehme Halb-Dunkel.
Die alte Hündin Täng sitzt schon eine Weile vor Babas Stuhl und legt sich erst entspannt hin, nachdem Baba Platz genommen hat und uns in der Ferne Wartenden  gewunken hat, näher zu kommen.
Nach und nach kommen die Ashrambewohner, drei Kleinkinder und drei Katzen vervollständigen das Familienbild.
Nachdem der junge Ashrammanager einige organisatorische Fragen mit Baba geklärt hat, begrüßt und segnet Baba eine neu angekommene Besucherin und prostet dann allen mit dem unterdessen eingeschenkten Tee zu.
Töpfe mit Essbarem werden herbeigetragen und Tüten aus Zeitungspapier gerollt, mit  frischem Puffreis und scharfen Snacks gefüllt und verteilt. Für eine Weile verstummen die leisen Gespräche, jeder ist damit beschäftigt, die Körner ohne größeren Verluste aus der Tüte zu fischen.
Die Tiere wissen, daß Baba Seine Tüte mit ihnen teilt und umschleichen erwartungsvoll den Stuhl. Täng bekommt seine Portion Tee in einer Untertasse.
Im Halbdunkel erscheint Baba als geheimnisvolle Göttin aus der indischen Mythologie: Die orange-leuchtende weichfallende Kleidung lässt die runden Formen von Armen und Brust dunkler als nomal erscheinen, aus dem unerschöpflichen Füllhorn (sprich: Papiertüte) verteilt Sie Nahrung an Ihre Kreatur, winkt einem Devotee, der beglückt Ihren Tee trinken darf.
Den Katzen wird es bald langweilig, sie sind an einer Grille, die sich in den Kreis verirrt hat, mehr interessiert. Ein "Beutetanz" mit eleganten Sprüngen und Pirouetten um das scheinbar schwerfällige Insekt beginnt, aber jedesmal, wenn es scheint, daß die Grille fest in den Klauen der kleinen Raubtiere ist, entkommt sie mit einem überraschenden Sprung. Das Tempo der Jagd steigert sich, die Katzen reagieren lautlos und blitzschnell, aber gerade in dem Moment, als man es schon knacken hört, hebt sich die Grille in die Luft, dreht triumphierend einige Kurven um die Köpfe der verdutzten Katzen und verschwindet über das Tempelpodest in die Dunkelheit.
Das bleibt das einzige Drama an diesem für uns ruhigen, göttlich-familiären Abend.
Für Balasai Baba ist es wie immer harte Arbeit. Jedem schenkt Er Seine Beachtung, jeden Augenblick nutzt Er zum Kontakt mit den Anwesenden, nur ein paar Momente gönnt Er sich selbst, wenn Er  einem Lied im Radio zuhört.
Nach einem dreistündigen Darshan, gegen Mitternacht, steht Baba auf (nicht ohne vorher unser "Einverständnis" eingeholt zu haben) und das abendliche Abschiedsritual beginnt. Im Vorbeigehen wendet Er sich noch einmal besonders den Ashrambewohnern zu, wechselt mit Jedem persönliche Worte, schaukelt eines der Kleinkinder auf dem Arm, schlendert zur Treppe, macht hier einen Witz, stellt dort eine Frage, hält auf jeder Stufe inne, nennt zurückschauend noch einmal alle Namen, bevor Er, in der Tür stehemd, den "Gute-Nacht-Segen" gibt. Während die Tür langsam geschlossen wird, ist bis zur letzten Sekunde Seine winkende Hand sichtbar...Täng, die alte Hündin, wird die ganze Nacht vor der Tür liegen bleiben.
Am nächsten Tag fährt Baba überraschend nach Hyderabad, (wo schon neue Besucher warten), nicht ohne eine ausführliche Abschiedsrunde vor dem Auto im Kreise der Familie in praller Sonne...

                                                     OM SRI BALASAI RAM

Samstag, 29. März 2014

Neuer Text "am laufenden Band" im Tempel von Hyderabad

28.3.2014, Tempel von Sri Balasai Baba in Hyderabad

 Auf dem "laufenden Band" über dem Informationsbrett im Tempel ist ein neuer Text zu lesen:

" Sei glücklich!
  Mach andere glücklich!
  Erreiche mich glücklich!"
 
- " Vergeude nicht Deine kostbare Zeit, indem Du über diese oder jene Person nachdenkst. Sie kann Dir
     nichts geben. Ist es dann nicht besser, über Gott nachzudenken?"  -  Baba


- " Sei nicht faul im Namen von Karma. Mache nicht Dein Karma verantwortlich, indem Du Dich
    herausredest, sondern handle!"  -  Baba

- " Meine Aufgabe ist es, den unerschütterlichen Devotee zur Befreiung zu führen. Ich führe jeden, der zu mir     kommt, aber ich nehme nur die standhaften Devotees mit, die ihre eigenen Anstrengungen machen."  -
    Baba

- " Nur aufgrund ihrer Unsicherheit sind die Menschen abhängig von materialistischen Dingen. Wenn jemand     volles Vertrauen in Gott hat, weiß er, daß Gott für alles sorgt."  -  Baba

- " Seitdem der Mensch einen Körper hat, muss Gott auch einen Körper annehmen, um ihm physisch nahe
    sein zu können und um in der Lage zu sein, ihm Seine göttlichen Botschaften bringen zu können." -  Baba

- " Die Tatsache, daß Du hier bei Mir bist, symbolisiert, daß Du Gott schon sehr nahe gekommen bist. Jetzt
    solltest Du danach streben, mit Gott zu verschmelzen."  -  Baba

- " Fall nicht zurück in weltliche Wünsche und Sehnsüchte. Die meisten Menschen befinden sich in einem
     tiefen schwarzen Loch, aus dem sie heraus kommen möchten."  -  Baba

- "Nimm alles an, als von Gott gegeben. Kümmere Dich nicht darum, was Dir gerade jetzt passiert. Weise
   nichts zurück und ziehe nichts vor. Sieh alles als das Gleiche an."  -  Baba

- " Alles, was Du tust, sollte nur Gott oder der Gesellschaft dienen. Überlasse die Früchte Deiner
     Handlungen Gott und beanspruche nichts für Dich selbst. Sobald Du nur zu Deinem eigenen Vorteil
     handelst, verursacht das wieder Deinen Rückfall. Egozentrische Gedanken  werden Dich wieder von
     Gott trennen."  -  Baba  

- " Diene allen Menschen mit der Einstellung, daß Du Gott dienst. Denn das ist die Wahrheit! Mit dieser
     Haltung tust Du alles unweigerlich für Gott."  -  Baba

- " Gott braucht niemanden zu strafen. Das tut jeder unweigerlich selbst durch sein Karma, das Gesetz von
     Ursache und Wirkung. Was Du sähst, das wirst Du ernten! Wenn Du Gutes sähst, wirst Du Gutes
     ernten. Wenn Du Schlechtes sähst, wirst Du Schlechtes ernten. Du mußt den Kuchen essen, den Du Dir
     gebacken hast. Wenn Du ihn aus dem Ofen nimmst, kannst Du nicht Eiscreme als Ergebnis erwarten."
     --Baba

                                    OM SRI BALASAI RAM
    

Sonntag, 2. Februar 2014

Der 54.Geburtstag von Sri Balasai Baba im Ashram von Kurnool

14.1.2014, 10 Uhr, Tempelvorplatz im Ashram von Kurnool

Wie üblich wird auch am Geburtstagsmorgen noch eifrig, aber entspannt und fast geräuschlos an der Bühne gearbeitet. Der Fächer der rosafarbigen "Tausendblättrigen Lotusblüte" ist ein außergewöhnlich wirkungsvoller Bühnenhintergrund, dazu kommen riesige Blütenblätter als Abschluß des vorderen Bühnenrandes. Balasai Babas Thron steht allein inmitten eines Kranzes von rosa Lotusblütenblättern. Die ganze Bühne - eine überdimensionale Lotusblüte...

Schon frühzeitig ist der Platz gefüllt mit Kurnooler Bürgern. Da man mit einem großen Andrang gerechnet hat, wurde hinter dem Tempel eine Küche installiert, die auf Tausende von Mahlzeiten vorbereitet ist.

Bald kündigen oboenartige Blasinstrumente, die bei besonderen Festlichkeiten das Geschehen umrahmen, Balasai Babas Ankunft an. Auf dem Weg vom Tempel zur Bühne ist Babas kleine Gestalt inmitten des Absperrungskordons nicht zu sehen, erst auf der Bühnentreppe taucht Sein Haarschopf auf. Wie immer werden nach dem traditionellen "Anzünden der Flamme" die Ehrengäste und Minister vorgestellt - hinter den Sitzen deren martialische Bodyguards.

Wie üblich stellt Mr. Rama Rao als Vorsitzender des "Sri Balasai Baba Central Trusts" dessen zukünftige Pläne vor. Er spricht von "innovativen Pilot-Projekten, die dem Wohlergehen, der Entwicklung der Menschen und deren Bewußtsein dienen".

 Als während der Reden der Minister und Ehrengäste auf Telugu die Rollstühle und Nähmaschinen des "Sri Balasai Baba Central Trusts" auf die Bühne geschoben werden und sie mit ihren glücklichen Besitzern wieder verlassen, müssen einige indische Ehrengäste ihre Plätze zugunsten von europäischen Devotees tauschen. Deren förmliches Outfit - schwarzer Anzug und Kravatte - steht in krassem Gegensatz zu ihren unformellen, herzerfrischenden und persönlichen kurzen Ansprachen.
Den Schluß des Vormittags bildet wie immer Balasai Babas Rede. Außer der Begrüßung der europäischen Devotees ("Herzliebchens") spricht Baba auf Telugu, ohne daß es eine Zusammenfassung in Englisch gibt.

Um 18 Uhr beginnt das kulturelle Abendprogramm mit den Tänzen der drei österreichischen Gruppen: ohne vorherige Absprache sind die Tänze perfekt aufeinander abgestimmt - Dirndln, Lederhosen, Schuhplattler und alpenländische Klänge setzen für indische Augen und Ohren ungewohnte folkloristische Akzente. Als am Schluss das Transparent mit "Happy Birthday Baba" ausgerollt wird, betritt Baba segnend die Bühne - eine götlliche Choreographie!
Das weitere Programm verfolgt Er in weißer Robe von der "Jhula" aus - der Schaukel Krishnas.
Die Tochter des Indischen Präsidenten, die der Hauptehrengast des heutigen Tages ist, leitet die Tanzpgruppe, die modernen indischen Tanz auf höchstem Niveau zeigt. Eine aufwendige Scheinwerfertechnik taucht die Lotusblütenblätter des Bühnenhintergrundes in fließende Farbspiele, der reichliche Gebrauch von Theaternebel unterstreicht die mystisch-magische Atmosphäre, der sich niemand entziehen kann - ein unvergessliches Erlebnis!
Den Abschluss des Programms bilden devotionale Lieder - eine ungewohnt spröde Musik für europäische Ohren, aber die Hingabe der Musiker und ihr hohes künstlisches Niveau vermochte auch am fortgeschrittenen Abend die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

Wenn man alle Eindrücke zusammennimmt: die wochenlangen Veränderungen im Ashram, die Lotusblütenbühne, das kulturelle Programm - ein Geburtstag von besonderer Bedeutung.
Balasai Baba zeigt sich als "Erhalter der Schöpfung", als Vishnu, bzw. Maha Lakshmi (Seine Shakti) in der Lotusblüte und lädt als Ausdruck Seiner bedingungslosen Liebe die Menschen in diesen göttlichen Wohnsitz ein. Seit drei Wochen herrscht die Farbe Rosa im Ashram vor, sie erscheint auch heute in den Lotusblütenblättern der Bühne.
"Es ist die göttliche bedingungslose Liebe, die sich euch im Wirkfeld von Rosa schenkt... Daher erreicht euch Rosa als göttliche Liebeskraft im Herzen. Euer Herz, das die göttliche Liebe spürt, antwortet mit der Botschaft, die göttliche Liebe weiterzugeben. Diese Liebe wird zum Liebes-Dienst und achtet nicht auf Erwiderung und Erfolg."
(aus: "Die kosmische Farblehre", Hannelore Biella und Marie-Luise Soltmann, Das Zentrum der Quelle, Merzhausen 1996, S.43)

Donnerstag, 30. Januar 2014

Balasai Babas Geburtstag: Zeit der Erneuerung

14.1.2014, Ashram von Sri Balasai Baba in Kurnool

Wer in den Tagen vor Balasai Babas  54.Geburtstag in den Ashram kommt, kann nur staunen: Alle Gebäude einschließlich des Eingangsturms und der Umfassungsmauern sind frisch gestrichen und leuchten weiß und rosa - das Treppenhaus, das Devotee- Wohngebäude und der Ganesha Tempel.
Obwohl das "Devotee-Rosa" auch an der Außenseite des Tempels in den umlaufenden Simsen angedeutet wird, ist  das Innere des Tempels ganz dem göttlichen Gold vorbehalten. Seit dem Abend des Sylvestertages strahlen die Säulen, die Bögen, die beiden Schwäne und das Maha-Yantra feierlich- prächtig in einem warmen Goldton.
Am Tempeleingang hält man unwillkürlich inne: Zwei Wächterfiguren, vorher weiß-unauffällig, jetzt wie in goldener Rüstung, erheben mahnend ihre Zeigefinger, um das Bewußtsein auf die Heiligkeit dieser Schwelle zu lenken.
Zwei Tage vor dem Geburtstag wird das Pflanzendickicht des Gartens ausgedünnt. Im Laufe der Jahre waren die Büsche und Schlingpflanzen bis auf die Balkone der Devotees geklettert und hatten almählich die Durchsicht auf den Tempel verhindert - jetzt ist der Blick wieder frei.
Alle Ecken sind von Unrat und Müll gesäubert und die bröckelige Betondecke ist glattgestrichen. Paradise now!
Alle Erneuerungsanstrengungen gipfeln heute in der "Geburtstagslotusblütenbühne": Eine tausend-blättrige Lotusblüte bildet den rosa-weißen fächerförmigen Bühnenhintergrund, ebensolche Blütenblätter schließen die Bühne nach vorne ab. Die modernere Bühnentechnik benutzt niedrigere Podeste, so daß man deutlich die Position von Babas Thron einsehen kann: Er steht in der Mitte eines Kranzes von Lotusblüten, nicht, wie sonst üblich, in der Reihe der der Sitze der Ehrengäste - die stehen in ungewohntem Abstand rechts und links.
In den traditionellen mythologischen Darstellungen spielt die Lotusblüte eine zentrale Rolle: Sie ist den Gottheiten vorbehalten und symbolisiert deren Freiheit von der Dualität. Sie wurzelt im Schlamm, erhebt aber ihre Blüte über Schmutz und Wasser - Gott ist jenseits von Erdenbindungen und menschlichen Emotionen.
(Forts. folgt)

                              OM SRI BALASAI RAM